Im Rahmen meiner Info-Stände haben mich viele gute und wichtige Fragen erreicht. Diese Fragen und Antworten möchte ich hier gesammelt mit Ihnen teilen. So können alle Interessierten von den bisherigen Gesprächen profitieren und die wichtigsten Punkte noch einmal in Ruhe nachlesen.
Für mich steht das Wohl der Bürgerinen und Bürger in unserer VG an erster Stelle! Das ist mein Antrieb und meine Motivation. Parteiinteresse spielen für mich schon in meiner Heimatgemeinde eine untergeordnete Rolle – das wäre als VG Bürgermeister sicher nicht anders. Was für mich ebenso zählt, ist das klare Bekenntnis zur Demokratie – denn von dieser bin ich leidenschaftlicher Verfechter, ohne wenn und aber.
Als Bürgermeister im siebten Jahr habe ich selbstverständlich Erfahrung in der Leitung Teams; sei es Bauhof oder Kita. Als HVV Vorsitzender mit 30 Jahren Erfahrung habe ich in dieser Zeit zahlreiche Teams geführt, z.B. zur Organisation von Weinfesten oder anderen Dorfevents. Größtes Highlight: Das Konrad Fest 2024 in Lörzweiler mit vielen Tausend Besuchern, das ich mit über 10 Helferteams über einen Zeitraum von zwei Jahren federführend und mit selbst geschaffenen, digitalen Strukturen geleitet habe. Auch beruflich war ich als Ausbilder immer mit Teams befasst und ich kann diesen Bereich auch als einen meiner Stärken benennen.
Die VG muss vor allem digital weiter auf den neusten Stand gebracht werden. Auch hier muss es Teams geben, die aus verschiedenen Schwerpunkten heraus Strukturen erarbeiten müssen, die den Übergang ermögliche, erleichtern und beschleunigen.
Personell ist die VG gut ausgestattet, Schulungen und Teambildende Maßnahmen müssen aber dazu beitragen, die Effizienz weiter zu steigern, damit unsere Bürgerinnen und Bürger den maximalen Nutzen daraus haben
Als Winzermeister habe ich eine umfassende kaufmännische Ausbildung durchlaufen – aber auch die Schwerpunkte Personalführung, Berufs- und Arbeitspädagogik sowie Arbeitsrecht. Diese Kenntnisse habe ich nicht nur theoretisch, sondern über viele Jahre in der Praxis angewandt. Ich habe Mitarbeiter geführt, junge Menschen ausgebildet und Teams entwickelt. Dabei bin ich überzeugt: gute Führung bedeutet nicht, alles an sich zu ziehen, sondern Menschen in ihren Fähigkeiten zu erkennen, zu fördern und zu verbinden. In meiner Arbeit setze ich seit Jahren erfolgreich darauf, die Stärken jedes Einzelnen sichtbar zu machen und daraus ein starkes Ganzes zu formen. Politik lebt von Vertrauen. Vertrauen entsteht durch Nähe und Transparenz. Ich möchte die seit Jahren von mir erfolgreich betriebene, erfolgreiche Praxis der Quartiers-Bürgerversammlungen auf die gesamte VG übertragen: Orte, an denen Bürgerinnen und Bürger mitreden und mitgestalten können. Entscheidungen werden so nachvollziehbar, Kritik wird aufgenommen, Lösungen entstehen gemeinsam. Politik mit den Menschen – das ist mein Verständnis von Bürgernähe.
Obwohl ich über 20 Jahre einen Biobetrieb geführt habe, bin ich dennoch in eine konservative Partei eingetreten – und trotz sehr offenen Antennen auch für Themen, die landläufig für einen CDU Politiker ungewöhnlich weit links einzuordnen sind.
Tatsächlich wurde ich von meinen Eltern aber konservativ geprägt, der Fokus zur Erhalt der Schöpfung und die Achtung vor der Kreatur sind mir in die Wiege gelegt. Viele dieser Themen finden sich im Wahlprogramm der CDU, genauso wie eine solide Finanzpolitik, die darauf ausgelegt ist, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern faire und lohnende Arbeitsverhältnisse zu sichern. Sie hat aber auch einen gesunden Blick darauf, dass auch unsere Unternehmen keine Melkkühe sind, sondern ebenfalls Spielraum und gute Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung brauchen. All das brachte und hält mich bei der CDU.
Sollte ich die Wahl gewinnen, gibt es für mich nur eine Möglichkeit, diesem Amt gerecht zu werden: mit vollem Einsatz und ganzer Hingabe. Das bedeutet konkret, dass ich sowohl das Amt des Ortsbürgermeisters als auch meinen Beruf niederlegen werde.
Wie das Beispiel von Amtsinhaber Dr. Scheurer zeigt, ist das Amt des Verbandsbürgermeisters eine 24/7-Aufgabe. Man muss Prozesse anstoßen, Impulse geben, vor Ort präsent sein und im Rathaus und bei Sitzungen jederzeit ansprechbar bleiben. Auch die Vertetung unserer Kommunen beim Kreis und beim Land werden in Zeiten von schwelenden Interessenskonflikten z.B. bei Fragen der Finanzausstattung das Zeitkonto des VG Bürgermeisters weiter strapazieren. Diese umfassende Verantwortung kann man meiner Überzeugung nach nur dann erfüllen, wenn man sich ihr zu 100 % widmet.
Für mich ist das Amt des VG-Bürgermeisters keine Nebentätigkeit, sondern eine Berufung. Es verlangt Unabhängigkeit, Konzentration und den klaren Fokus auf die Belange der gesamten Verbandsgemeinde. Genau so möchte ich dieses Amt anpacken: mit 100 % Einsatz, 100 % Unabhängigkeit und 100 % Hingabe.
Dieser Punkt ist am Besten in Verbindung mit Kreis und Land als VG besser zu bewerkstelligen – Förderprogramme nutzen, und gerade bei der ärztlichen Versorgung immer wieder Rückmeldung geben, wo der Schuh drückt, um im Fokus zu bleiben.
ÖPNV ist insbesondere auf Kreisebene das Thema. Hier stehe ich bereits mit unserem Landrat in Verbindung und würde das noch weiter intensivieren, um gerade in Gemeinden ohne eigenen Bahnhof Nachteile auszugleichen und die Verbindungen weiter auszubauen.
Kitas haben immer mehr Probleme; zum einen mit Vorgaben, die kaum noch zu erfüllen sind als auch zukünftigen Betreuungsangeboten, deren Umsetzung schwer fallen wird. Hier muss eine VG, in enger Absprache und Zusammenarbeit mit dem Kreis alle Möglichkeiten ausschöpfen, zu unterstützen.
Unsere Grundschulen in der VG sind auf einem sehr guten Stand; hier muss man vor allem digital dran bleiben. Was uns in der VG an Schulstruktur klar fehlt, ist eine IGS. Mit deren Hilfe können wir vielen Schülerinnen und Schülern lange Schulwege ersparen und die momentane, nicht ausreichende Versorgung mit Schulplätzen, z.B. in Oppenheim, auf eigenem Terrain begegnen. Dazu war und bin ich mit dem Landrat bereits im Gespräch, um die Vorteile des Rheintals mit seiner hervorragenden Verkehrsanbindung geltend machen zu können.
Vereine und Ehrenamt sind die Kür in unserer Gesellschaft; sie zu stärken und auch zu wissen, was das Ehrenamt braucht, um nicht immer weiter unterzugehen, dafür stehe ich als 100% iger Ehrenamtler ein. 40 Jahre und Ehrenmitglied bei der freiwilligen Feuerwehr, Ehrenmitglied bei VG DRK, 30 Jahre Heimat- und Verkehrsverein sowie seit einigen Jahren CDU Vorsitzender, begeisterter Fassenachter bei den Hohbergschooge und beim LCC – das sind meine persönlichen Ehrenämter, die gleichzeitig beweisen, das ich weiß, wovon ich rede. Ehrenamtsprogramme von Kreis und Land müssen über die Fachabteilungen der VG wirkungsvoll kommuniziert und in deren Umsetzung unterstützt werden.
Im Punkt Digitalisierung möchte ich als eine Person, die beruflich selbst Softwarelösungen entwickelt und betreut insbesondere dabei mitwirken, ein ERP System in der VG zu integrieren, das sowohl den Angestellten als auch unseren Bürgerinnen und Bürgern das Leben leichter und effizienter macht und hilft, Bürokratie abzubauen.
Klimaschutz ist ebenfalls ein dickes Brett, das in verschiedenen Ansätzen zu bohren ist. Als erfahrener Biowinzer habe ich im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit Sicherheit eine gute, praxisorientierte Wissensbasis, die ich auch in einem VG Rathaus anzuwenden wüsste. Sowohl im Bereich Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept, das in den Gemeinden mit Unterstützung der Fach Abteilungen der VG immer weiter voran getrieben werden muss. Ebenso die Wärmewende, für deren Umsetzung von einer guten VG starke Impulse für die OG´s ausgehen müssen. Ebenso unsere Infrastruktur. Hier stehe ich auf dem Stand, dass insbesondere weitere bauliche Ausdehnungen in der VG über unseren FNP noch kritischer betrachtet werden muss als zuvor; aus Gründen des Kilmaschutzes ebenso wie aus der Tatsache, dass zu rasantes Wachstum – auch beim vorherrschenden Siedlungsdruck – schädlich für unsere VG ist. Hier müssen wir zukünftig bedachter agieren! Der demographische Wandel stellt eine der größten Herausforderungen in den nächste Jahren dar, hier muss eine VG den Ortsgemeinden Hilfestellungen bieten, denn staatliche Hilfe wird nur einen Teil der Problemen helfen können zu lösten. Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt und muss kompetent moderiert werden. In meiner Heimatgemeinde haben wir mit WohnPunkt RLP schon wertvolle Erfahrungen in einer praktischen Umsetzung sammeln können – diese Erfahrungen könnten allen gemeinden nun zu Gute kommen.